Potential and limits of the evolutionary rescue of harvested food webs

Die Studie zeigt, dass evolutionäre Anpassungen in befischten Nahrungsnetzen zwar meist die Robustheit erhöhen, jedoch bei hohen Evolutionsraten oder starker Prädator-Befischung das Risiko eines Zusammenbruchs steigern und einen Zielkonflikt zwischen der Erhaltung der vertikalen Struktur und der Gesamtvielfalt erzeugen, was eine Berücksichtigung dieser Dynamiken im Fischereimanagement erfordert.

Villain, T., Poggiale, J.-C., Peley, A. + 1 more2026-03-03📄 evolutionary biology

The distribution of fitness effects of new mutations in regulatory regions of the D. melanogaster genome

Die Studie zeigt durch Simulationen und Analysen afrikanischer Drosophila-Populationen, dass neue Mutationen in regulatorischen Nicht-Codierungsregionen überwiegend moderat schädlich sind und trotz eines geringeren Anteils an vorteilhaften Substitutionen im Vergleich zu Codierungsregionen den Großteil der neuen schädlichen Mutationen und vorteilhaften Substitutionen im gesamten Genom ausmachen, was für ein präziseres Verständnis der genomischen Variation und des Hintergrundselektionseffekts entscheidend ist.

Daigle, A., Marsh, J., Kay, A. + 1 more2026-03-03📄 evolutionary biology

Signatures of selection in pleiotropic genes involved in insect neuronal and immune systems

Die Studie zeigt, dass pleiotrope Gene zwischen dem neuronalen und dem Immunsystem von Drosophila melanogaster eine langsamere evolutionäre Rate aufweisen, wobei jedoch die evolutionäre Geschwindigkeit selbst ein stärkerer Prädiktor für die Assoziation mit menschlichen neurologischen Erkrankungen ist als der pleiotrope Status allein.

Senthilkumar, S., Martin, R. A., Tate, A. T.2026-03-03📄 evolutionary biology

Evolutionary Divergence of Structure-Function Coupling between Human and Macaque: Spatial Patterns and Transcriptomic Basis

Diese Studie zeigt, dass sich die Kopplung von Struktur und Funktion im menschlichen Gehirn im Vergleich zum Makaken durch eine stärkere Ausprägung in präfrontalen Arealen und eine schwächere in sensorimotorischen Regionen auszeichnet, wobei diese evolutionären Unterschiede mit der kortikalen Expansion sowie spezifischen genetischen Anpassungen in Synapsen und Gliazellen korrelieren.

Ma, J., Li, W., Ma, Y. + 6 more2026-03-03📄 evolutionary biology

Early nervous system development in the chaetognath Spadella cephaloptera exhibits conserved bilaterian patterning features

Diese Studie erstellt eine detaillierte Expressionskarte der frühen Neurogenese beim Chaetognathen *Spadella cephaloptera* und zeigt, dass trotz der einzigartigen Anatomie dieses Tieres die molekularen Muster der neuronalen Entwicklung und Achsenbildung konservierte bilaterale Merkmale aufweisen.

Ordonez, J. F., Frisinghelli, A., Grijalba, C. C. B. + 1 more2026-03-03📄 evolutionary biology

Multiple losses of ecdysone receptor genes in nematodes: an alternative evolutionary scenario of molting regulation

Diese Studie zeigt, dass der Verlust des Ecdyson-Rezeptor-Gens (ecr) bei Nematoden kein einmaliges Ereignis ist, sondern mehrfach unabhängig voneinander in der Evolution stattfand, wobei alternative Mechanismen wie der Kernrezeptor NHR-23 und eine linien-spezifische Expansion von Kernrezeptoren die Regulation des Häutungsprozesses kompensieren.

Yamakawa, S., Barf, L.-M., Hejnol, A.2026-03-02📄 evolutionary biology

scoup: Simulate Codon Sequences with Darwinian Selection Incorporated as an Ornstein-Uhlenbeck Process

Das R-Paket „scoup" ist ein neuartiger Codon-Sequenz-Simulator auf der Bioconductor-Plattform, der durch die Kombination des Halpern-Bruno-Mutations-Auswahlmodells mit einem Ornstein-Uhlenbeck-Prozess die Brücke zwischen Phylogenetik und Populationsgenetik schlägt, um komplexe evolutionäre Szenarien unter Berücksichtigung natürlicher Selektion zu simulieren.

Sadiq, H., Martin, D. P.2026-03-02📄 evolutionary biology

Sex as Evolutionary Feedback Loop: synonymous-site conservation and stabilizing compatibility

Die Studie schlägt vor, dass sexuelle Fortpflanzung als evolutionärer Rückkopplungsmechanismus dient, der eine stabile „genomische Firmware" durch die Identifizierung und Konservierung kompatibler, funktioneller Sequenzmerkmale über Generationen hinweg aufrechterhält, was sich in einer signifikanten Verringerung der Varianz bei hochkonservierten, zentralen Genen und einer erhöhten Variabilität bei spezialisierten neuronalen Genen widerspiegelt.

Prager, M.2026-03-02📄 evolutionary biology

Homothallic or heterothallic? A genomic investigation into the sexual capabilities of the ascomycete fungus Clonostachys rosea

Diese genomische Untersuchung zeigt, dass der Ascomyceten-Pilz *Clonostachys rosea* sowohl heterothallische als auch homothallische Linien umfasst, wobei die heterothallischen Stämme als ursprünglicher gelten und die homothallischen, vermutlich in Südamerika entstandenen Linien eine einzige, weltweit verbreitete Abstammungslinie mit höherer Nukleotidvielfalt bilden.

Wairimu, D. M., Wilson, A. M., Piombo, E. + 8 more2026-03-02📄 evolutionary biology

Saturation mutagenesis map of generalist versus specialist adaptations of β-lactamase to novel antibiotics

Die Studie nutzt Saturation-Mutagenese, um zu zeigen, dass sich die Anpassung der β-Lactamase TEM-1 an neue Antibiotika in generalistischen Mutationen an drei kritischen Positionen für eine breite Resistenz und spezialistischen, oft idiosynkratischen Mutationen (wie der ungewöhnlichen E166P-Variante mit alternativem Katalysemechanismus) für einzelne Antibiotika-Klassen aufspaltet, was wichtige Erkenntnisse für die Strategie zur Verhinderung der bakteriellen Evolution liefert.

Gaszek, I. K., Yildiz, M. S., Sari, L. + 3 more2026-02-28📄 evolutionary biology